Wanderreiten

Die Natur mit allen Sinnen genießen

Mit Pferd unterwegs Mit Pferd unterwegsFotografie: Archiv HVV Bei einem Ausritt mit dem Pferd geht es nicht darum, schnell sein Ziel zu erreichen, sondern im Einklang von Mensch, Tier und Natur vom Alltag abzuschalten und den Moment zu genießen.

Das Tal der Burgen bietet schöne Möglichkeiten, um auf dem Rücken eines Pferdes die Natur mit allen Sinnen zu genießen – egal ob mit dem eigenen Pferd oder einem Leihpferd von einem der Reiterhöfe. Eine schöne Tour führt von Noßwitz nach Wechselburg. Sie ist als Ausritt für Gruppen buchbar.

Reiten von Noßwitz nach Wechselburg

Startpunkt der Tour ist der Reiterhof Noßwitz. Vorbei an dem früheren Kindergarten Nosswitz geht es rechter Hand auf einem schmalen Wiesenweg entlang an Getreidefeldern. Am Ende trifft man auf den Feldweg (Roter Weg) Richtung Welsche. Der Weg führt Richtung Süden zur Bundesstraße B175. Diese muss mit großer Vorsicht überquert werden, da der Weg hinter einem Hügel liegt und für Autofahrer teilweise erst spät zu sehen ist.

Auf der anderen Seite der Bundesstraße führt der Weg in den Wald hinein. Hier ist zu beachten, dass nach § 12 Abs. 1 SächsWaldG das Reiten im Wald nur auf dafür ausgewiesenen und entsprechend gekennzeichneten Wegen gestattet ist. Für das Benutzen dieser Wege wird eine Gebühr erhoben und die Pferde müssen mit einer Plakette (ähnlich einem Nummernschild) ausgestattet sein.

Nun kann man, bevor man sich auf den direkten Weg nach Wechselburg macht, auch einen kleinen Rundweg durch den Wald am Rochlitzer Berg reiten. Dieser ist durch die bekannte Reitwegebeschilderung sehr gut zu finden. An der Gaststätte auf dem Berg gibt es Anbindevorrichtungen für die Pferde, wenn Rast gemacht wird. Der Weg nach Wechselburg ist ausgeschildert und führt dann auf der gegenüberliegenden Seite des Rochlitzer Berges (Lachweg) ziemlich bergab in Richtung Mulde hinunter. Der Weg ist mitunter sehr ausgewaschen und steinig und kann nur für beschlagene, trittsichere Pferde empfohlen werden. Der „Abstieg“ wird durch herrliche Muldewiesen belohnt, an denen es sich lohnt, eine Pause einzulegen.

Je nach Lust, Laune und Kondition kann die Tour dann weiter geritten werden über herrliche Feldwege in Richtung Corba oder man tritt nach ausgedehnter Pause den Rückritt wieder an. Sehr empfehlenswert ist ein kleiner Umweg auf dem Rückweg, der vom Roten Weg westwärts nach Wittgensdorf führt. Nachdem man dann rechter Hand ein Stück der Stollsdorfer Straße folgt, gelangt man über weitläufige hügelige Wiesen nach Stollsdorf (die Wiesen können allerdings nur zeitweise beritten werden, da sie zum Teil als Kuhweiden genutzt werden). Am Ortseingang Stollsdorf gibt es ein kleines Wildgehege. Von dort aus ist es nur noch ein kleines Stück die Hauptstraße entlang nach Noßwitz zurück (Beschilderung folgen).