Strudeltöpfe im Chemnitztal

Steinige Kunstwerke aus der Kraft der Natur

Strudeltöpfe im Chemnitztal Strudeltöpfe im ChemnitztalFotografie: Gemeinde Claußnitz Außergewöhnliche Gesteinsformationen, die so genannten „Strudeltöpfe“, fallen bei einem Ausflug durch das Chemnitztal sofort ins Auge. Sie sind für ganz Deutschland einzigartig.

Die Strudeltöpfe (auch Riesentöpfe genannt) sind eine geologische Besonderheit der Region und bei einem Spaziergang entlang der Chemnitz im Schweizerthal nicht zu übersehen. Sie sind in der Gegend einzigartig. Vergleichbares findet sich nur in Skandinavien oder der Schweiz.

Es handelt sich dabei um abgerundete und meist auch durchlöcherte Steinblöcke aus Cordieritgneis. Diese Naturdenkmäler füllen von Markersdorf bis nach Mohsdorf das Flussbett der Chemnitz. Ihre heutige Form erlangten die Riesenblöcke, die vor rund 9.000 Jahren kantig und unförmig die Abhänge herabstürzten, durch die Fluten des Flusses, die zum Ende der letzten Eiszeit gewaltig waren. Sie führten harte Gesteinsbrocken mit sich, denen die Gneisblöcke nur wenig entgegen zu setzen hatten. Oftmals kann man in ihnen noch Steine entdecken, die durch die Wasserstrudel eine schraubenförmige Rinne in sie hineintrieben oder sie ganz durchbohrten. An der Seite der Blöcke, die dem Strom entgegengesetzt liegt, hat der Sand oft tiefe Scheuerrinnen in den Stein gegraben.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts sahen unsere Vorfahren in den Felslöchern unheimliche Wesen und Wassergeister. Den größten der Blöcke hielten sie sogar für den Eingang zu einem Nixenschloss. Daher mieden sie diesen Teil des Chemnitztales.

Lage