Kirche Taura

Wo die Orgel dem Turm weichen musste

St.Moritzkirche Taura St.Moritzkirche TauraFotografie: Gemeinde Taura Man muss schon etwas hinsehen, um von der Straße, die Mittweida und Burgstädt verbindet, zwischen den Baumwipfeln die vergoldete Wetterfahne des Tauraer Kirchturmes zu entdecken.

Seit 2003 strahlt die Wetterfahne im Sonnenlicht ebenso wie das Äußere der Kirche, das zu dieser Zeit grundlegend saniert wurde.

Das Datum der Grundsteinlegung kann leider nicht mehr genau in Erfahrung gebracht werden. Der heutige Grundriss führt in die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts zurück. Eine von vier Bronzeglocken im Turm trägt die Jahreszahl 1492. Seit 2008 befindet sich das Geläut wieder in einem Eichenholzglockenstuhl.

Der massive Turm aus Feldstein beansprucht auch im Kircheninneren Platz - so viel, dass die Orgel ihren ungewöhnlichen Standort über dem Altar zugewiesen bekam. Ein Ölgemälde von 1695 schmückt die Kirchendecke und zeigt den Tag des letzten Gerichts. Die Bleiglasfenster wurden in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts gestiftet und mit Bildern aus dem Neuen Testament gestaltet. Der klassizistische Taufstein stammt von 1797.

Um die Kirche St. Moritz herum befinden sich einige Grabdenkmale, sogar aus barocker Zeit.

Die kleine Friedhofskapelle wurde 1906 geweiht und 2006 innen renoviert. Ein dabei freigelegtes Wandbild zeigt den auferstandenen Christus vor dem leeren Grab.

Gegenüber der Kirche ist noch heute das 1709 erbaute Pfarrhaus zu finden. Sein beeindruckendes Satteldach, das mit Schiefern in altdeutscher Art gedeckt ist, konnte bisher allen Stürmen Stand halten.

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