Kirchen Erlau

Kleinode von Silbermann und Pöppelmann

Blick zur Kirche Erlau Blick zur Kirche ErlauFotografie: HVV Jede Kirche in den Erlauer Ortsteilen hat ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen.

St. Laurentiuskirche Erlau

Die St. Laurentiuskirche in Erlau zählt zu den künstlerisch wertvollsten Dorfkirchen der Region. Aus ihrer Entstehungszeit sind durch einen Brand leider keine Dokumente erhalten.

Der Gesamtbau entstand zum Großteil um 1500. Markant ist der große, vierflügelige Altar vom Anfang des 16. Jahrhunderts mit seinen geschnitzten, farbigen und zum Teil vergoldeten Figuren und zwölf Flügelgemälden. Dieser ist noch gut erhalten.

Saalkirche Crossen

Die Pfarrei Crossen wurde im Jahr 1497 gegründet. Die Saalkirche mit ihrem stark eingezogenen, niedrigen Rechteckchor könnte jedoch älter sein. Für diese Vermutung sprechen der romanische Triumphbogen und ein nicht mehr verwendeter romanischer Taufstein. Letzterer wurde aus Rochlitzer Porphyr gefertigt. Er stammt vermutlich aus der Zeit um 1270 und ist heute im Turmgeschoss in der Eingangshalle zu finden.

Ihr heutiges Aussehen mit den Spitzbogenfenstern im Chor und Korbbogenfenstern im Schiff erhielt die Kirche von Crossen um 1500. Ihr Inneres wird von schlichten Emporen und einem klassizistischen Säulenaltar bestimmt. Der Altar wurde von einem ortsansässigen Bauer und Richter gestiftet und 1834 errichtet.

Die Kirche wurde im Laufe der Zeit mehrmals renoviert, zuletzt in den 90er Jahren. Die Kreutzbach-Orgel von 1895 wurde 1938 von der Orgelbaufirma Schmeißer verändert.

St. Martinskirche Milkau

Die St. Martinskirche in Milkau war ursprünglich nur eine romanische Kapelle. Dokumente über das Gebäude sind erst ab dem 17. Jahrhundert vorhanden, frühere wurden durch einen Brand vernichtet.

Die heutige Apsis stammt aus der Zeit um 1500 und ist der älteste oberirdisch erhaltene Bauteil der Kirche. Um 1755 erhielt die Kirche eine Orgel von Jacob Oertel aus Grünhain, die 1884 durch eine Schmeißer-Orgel ersetzt wurde. Markant ist auch der achteckige Taufstein aus Rochlitzer Porphyr von 1913.

Kirche Schweikershain

Die Kirche von Schweikershain ist eines der jüngsten Gotteshäuser der Region. Ihr heutiger Bau entstand in den Jahren 1719 bis 1721. Der schlichte, flach gedeckte Rokokobau mit Walmdach und mittlerem Dachreiter ist auch in seinem Inneren schlicht gehalten. Wertvollster Bestandteil der Kirche ist eine Silbermannorgel, die vermutlich vor 1734 entstanden ist.

Kirche Beerwalde

Die barocke evangelische Kirche Beerwalde wurde nach Entwürfen von Matthäus Daniel Pöppelmann 1738 neu errichtet. Bauherr war der Kriebsteiner Burgherr Moritz Friedrich von Milkau d. Ä.

Die Fenster, Türgewände und Stufen sind aus Rochlitzer Porpyr gefertigt. Das Innere der Kirche bietet einen freundlichen Anblick. Der Altar mit den beiden korinthischen Säulen und dem hölzernen Portal mit seinen marmorierten Säulen ist im Stil der Zeit errichtet worden. Hinter dem Altar befinden sich Grabsteine aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Der hölzerne Einbau der herrschaftlichen Loge ist nicht mehr der originale. Die Orgel wurde 1890 von Richard Kreutzbach gefertigt. Auf dem Turm hängen drei Glocken aus dem Jahr 1921.

Auf dem Friedhof gibt es mehrere historische Grabsteine, darunter von der Familie von Arnim, ab 1825 Besitzer der Burg Kriebstein. Eine große Grabanlage gehört der Familie Niethammer, Besitzer der ehemaligen Papierfabrik Kübler und Niethammer in Kriebstein.

Das Pfarrhaus brannte in der Nacht vom 19. zum 20. Juni 1723 nieder und wurde in der heutigen Form wieder aufgebaut. Alle Kirchbücher sind dem Feuer zum Opfer gefallen.

Östlich der Kirche befindet sich der Waal von Beerwalde, eine ehemalige Wasserburg - 1283 erstmals erwähnt und ehemalige Grabstätte der Familie von Arnim im späten 19. Jahrhundert.

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