Schloss Rochlitz

Geschichte hautnah erleben

Schloss Rochlitz Schloss RochlitzFotografie: Schloss Jede Generation von Schlossherren – oder auch –damen – hat Schloss Rochlitz ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Wer ihrer Geschichte auf die Spur kommen möchte, entdeckt im Schloss die imposanten Kreuzgewölbe der Kapelle, das Fürstenhaus, die Schwarzküche mit riesigem Herd und funktionstüchtigem Schornstein oder die gewaltigen Türme, in denen sich Verliese und Folterkammer verbergen.

Die Schlossmauern erzählen aus über 1.000 Jahren Geschichte: von Kaisern, Königen und Fürsten, aber auch denen, die für ihr Wohl zu sorgen hatten. Nicht verpassen sollten Sie Führungen wie „Drauf geschissen“, „Vom Keller bis zum Boden“ oder „Schwarze Geschichten“, die regelmäßig stattfinden.

Die Geschichte

Das heutige Schloss entwickelte sich aus einer Befestigungsanlage, die erstmals im Jahre 995 indirekt als Reichsburg erwähnt wurde. Mit seinen beiden mächtigen 50 Meter hohen Türmen, die als Jupen bezeichnet werden, bildet das Schloss zusammen mit der St. Petrikirche und dem historischen Stadtkern eines der schönsten Bauensembles Sachsens.

Als Mittelpunkt eines größeren Reichsgutkomplexes konnte die Burg schon in ihren Anfangszeiten hohe Gäste wie den reisenden Königshof Heinrichs III. im Jahr 1046 oder 1068 den seines Sohnes Heinrich IV. empfangen. Im 12. Jahrhundert war sie im Besitz der Wettiner und bis ins 14. Jahrhundert Zentrum einer Grafschaft.
Im Schutze der Burg konnte sich allmählich die Stadt Rochlitz entwickeln. Sie entstand zwischen 1156 und 1190 unter dem Wettiner Graf Dedo von Rochlitz.

Im 14. und 15. Jahrhundert diente Schloss Rochlitz den Markgrafen, Herzögen und späteren Kurfürsten von Sachsen als Hofhaltung für die damals übliche Reiseregierung und war mehrmals Residenz und Witwensitz für Angehörige des sächsischen Fürstenhauses. Die Voraussetzung zu dieser lang anhaltenden Residenzfunktion boten grundlegende bau- und kunstgeschichtliche Neubauten des 14. Jahrhunderts. In späteren Jahren erfolgten weitere Umbauten, so dass sich im Schloss heute bauliche Zeitzeugen von Romanik bis Renaissance finden. Seit dem 17. Jahrhundert bis in die DDR-Zeit war es Amts- und Verwaltungssitz.

Seit 1892 der engagierte Heimatforscher Professor Clemens Pfau hier ein Museum begründete, ist das Schloss der Öffentlichkeit zugänglich.

Öffnungszeiten

Ende März bis Anfang November
Dienstag bis Freitag
10.00 bis 17.00 Uhr
Sonnabend, Sonntag und Feiertage
10.00 bis 18.00 Uhr
letzter Einlass eine Stunde vor Schließung

Erlebnisangebote, Führungen und Vermietungen nach Voranmeldung ganzjährig, auch während der Schließzeiten möglich

Kontakt

Telefon

+49 (0)3737 492310

Internet

www.schloss-rochlitz.de

Adresse

Sörnziger Weg 1
09306 Rochlitz

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